Die Kunst der Rasur: London Design Festival 2016 mit BRAUN

Die Kunst der Rasur: London Design Festival 2016 mit BRAUN

Wie viel Liebe und Leidenschaft man dem Thema Männer Rasur entgegen bringen kann, hat uns BRAUN während des diesjährigen London Design Festivals in London gezeigt. Zwei Tage voller Workshops, Kunstbesichtigungen und Interviews, die es in sich hatten und uns den Designansatz des deutschen Vorzeigeunternehmens mehr als deutlich gemacht hat: „Good Design is as little Design as possible“ – Wir haben die BRAUN Highlights aus London für euch rekapituliert.

Grooming Workshop mit Michael Haar

Michael Haar ist ein echter Yankee, der sein Handwerk im New Yorker Stadtteil Soho verrichtet und nebenbei auch eine ganze Menge über die lange Geschichte des Grooming weiss. Die perfekte Gelegenheit, um ihn mit mit ein paar ganz essentiellen Fragen zu bombardieren.

Wie und wann hat der Grooming-Trend angefangen? Eigentlich aus reiner Notwendigkeit. Es gab früher einfach eine Zeit, in der es für Männer extrem schwierig war sich zu Hause zu rasieren. Dementsprechend besuchten sie Barbershops. Eine Tradition, die mittlerweile einige hundert Jahre alt ist.

Gibt es eine Geburtsstädte für diese Tradition? Ja, Ägypten! Dort gab es die ersten richtigen Barber.

Wie hat sich die gesellschaftliche Akzeptanz gegenüber Bartträgern in den letzten Jahren gewandelt? Bärte werden heut viel mehr akzeptiert als es früher der Fall war! Vor allem im beruflichem Alltag. Natürlich muss er gepflegt sein! Einen amerikanischen Präsidenten mit Bart werden wir jedoch glaub ich in unserer Lebensabschnitt nicht mehr sehen. Da ist dann wohl die Grenze (lacht)

Wie sieht ein gepflegter Bart deiner Meinung nach aus? Es muss deutlich erkennbar sein, dass ein Bart hergerichtet ist. Ich spreche da nicht von einem übertriebenem Beauty-Treatment, sondern von einem Bart, der mit Selbstvertrauen und Stolz getragen werden kann.

Wer gibt die Bart-Trends vor? Bekannte Leute, die eine grosse Medienpräsenz haben. Sportler, Schauspieler und Musiker beispielsweise.

Kannst du uns ein kleinen Trend-Forecast für die Zukunft geben? Wohin entwickelt sich der Bart-Trend aktuell? Das „Heritage“ Thema mit dem 20er und 30er Jahre Styles neigt sich langsam dem Ende. Es wird definitiv wieder etwas wilder und die 70er werden ein kleines Revival haben. Sprich mittellange Bärte und buschige Schnauzer.

Welchen Essentials sollte sich jeder Bartträger zulegen? Schere, Kamm und Rasierpinsel.

Hast du zu guter Letzt noch einen Tipp für Leute, die sich einen Bart wachsen lassen wollen? Einfach mindestens zwei Wochen nicht rasieren und den Bart wild wuchern lassen. Erst danach kann man wirklich anfangen ihn zu stylen. Wer das arbeitsbedingt nicht darf, sollte Urlaub nehmen (lacht).

Braun Grooming Workshop with Michael Haar during London Design Festival 2016
FOIL: Art Installation by BRAUN

Wie man Kunst mit dem Thema „Rasur“ auf beeindruckende Weise kombinieren kann, zeigt BRAUN derzeit im Londoner Victoria und Albert Museum. „Foil“ heisst die überdimensionale Klinge, die per Handarbeit Stein für Stein zusammengesetzt wurde und durch einen Motor geschmeidig und gleichmäßig bewegt wird. Bestrahlt durch LED Spots ergibt das eine künstlerisches Disco Feeling, dass selbst die Gemälde im Raum 94 des prestigeträchtigen Museums im neuem Stil erscheinen lässt.

Braun art installation at the Victoria and Albert Museum during London Design Festival 2016
Inside BRAUN: Designgeschichte mit Benjamin Wilson

Was ist gutes Design? Eine Kernfrage, die Benjamin Wilson in Hinblick auf historische und aktuelle Modelle beantwortet. Der Leader der wissenschaftlichen und kreativen Abteilungen im Hause BRAUN legt dabei vor allem Wert auf Transparenz zwischen Kunde und Produkt: „Ehrliche“ Produkte zu schaffen ist sein Ziel. Ob es sich dabei um Rasierer oder Uhren handelt ist vollkommen egal. Denn nur was einfach zu bedienen, nachhaltig und umweltfreundlich ist, wird von Benjamin Wilson als gut empfunden.

Ben Wilson from Braun during London Design Week 2016

In freundlicher Zusammenarbeit mit BRAUN

Jean-Claude Mpassy
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Jean-Claude Mpassy

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