Style Hacks: Farben richtig kombinieren – So geht’s!

Style Hacks: Farben richtig kombinieren – So geht’s!

Farben richtig kombinieren - So klappt’s mit dem perfekten Outfit.

Farben richtig kombinieren – Die morgendliche Situation vor dem Kleiderschrank und Spiegel kennt jeder: „Was ziehe ich an?“, „passt das so?“ – Ein Meer an Fragen, das uns teilweise Unmengen an Zeit raubt und sogar die trägsten Modemuffel unter uns bei bevorstehenden Bewerbungsgesprächen, Feiern oder Events zumindest partiell ins Schwitzen bringt. Da wir uns ja bereits in diesem Beitrag mit den passenden Styles für die verschiedensten Figurtypen beschäftigt haben, wollen wir nun den Fokus auf die richtigen Farbkombinationen für Männer legen, was bei all den existierenden Farben ein wenig verängstigend wirken kann. Doch kein Panik! Am Ende des Tages ist es eigentlich ein Easy Game, vorausgesetzt wir scheißen mal auf den schulischen Farbkreis, der sich mit all seinen primären und sekundären Regenbogenfarben meist eh nicht für die oft farblich minimalistische Garderobe des Mannes eignet.

Männer Outfit: Farben richtig kombinieren

Da jedoch visuelle Intelligenz und modische Intuition nicht jedem auf dem Silbertablett geliefert wird, wollen wir trotzdem ein bisschen Nachhilfe schaffen und euch mit diesen modischen Regeln die nötigen Hilfestellungen geben, um in jedem Outfit on point auszusehen. Zu beachten gilt dabei jedoch folgendes: Wie immer im Leben bestätigen Ausnahmen die Regeln. Im Fashion Biz ist hierbei die Rede von einem gekonnten Stilbruch. Wer sich also safe genug fühlt, um die ein oder andere der folgenden Regeln zu brechen, kann das gerne tun. Doch Vorsicht: Auch den größten Profis unterläuft hier und da mal ein Fehler.

1. Farbauswahl

Um zu wissen, wie sich Farben innerhalb eines Outfits richtig kombinieren lassen, ist es erst einmal unabdingbar zu wissen, welche Farben zu jeder Jahreszeit und zu jedem Anlass funktionieren. Die gängigsten Farben des männlichen Fashion-Spektrums sind an dieser Stelle zweifellos blau, braun, beige und grün. Komplettiert werden diese selbstverständlich durch die Nichtfarben schwarz, grau und weiß. Um nicht vollends als Farbnazis abgestempelt zu werden, beschäftigen wir uns spätestens im Frühjahr nochmals mit sommerlichen Knallfarben, die jedoch ohne das Grundwissen dieser stylischen Lektion sowieso nicht getragen werden sollten. Doch worauf kommt es nun an? Wie lassen sich Farben richtig kombinieren? Und worauf sollten Männer bei der Farbzusammensetzung achten? Die Antworten folgen.

Männer Outfit: Farben richtig kombinieren
2. Die Anzahl der Farben

Ein gutes, modernes Outfit besteht aus jeweils 3 Farben: Bedeutet: Jeweils eine Farbe aus drei verschiedenen Farbkegeln – Nicht mehr und nicht weniger! Hierbei lassen sich unzählige passende Kombinationen finden. Die gängigsten haben wir nachfolgend noch einmal für euch aufgelistet. Als Add-On können stilsicherere Männer eine vierte Farbe hinzufügen. Diese sollte jedoch unbedingt ebenfalls aus einem der drei gewählten Farbkegel kommen. Einzige Ausnahme: schwarz-weiß Looks können sportlich gerne nur aus 2 Farben bestehen. Auch wer es avantgardistisch mag, ist mit der cleanen 2-Farben-Kombi bestens bedient. Für normale casual Looks ist diese Variante jedoch keine Option, da sie schlichtweg zu langweilig ist.

Männer Outfit: Farben richtig kombinieren

Beispiel

Männer Outfit: Farben richtig kombinieren
Männer Outfit: Farben richtig kombinieren
Männer Outfit: Farben richtig kombinieren

Für eine monotones Outfit werden drei oder vier Farben aus einem Farbbereich miteinander kombiniert. Die verschiedenen Farbbereiche lassen sich in kühl, frisch, sonnig, erdig und warm unterteilen. Letztere (erdig und warm) dürfen hier auch genre grenzübergreifend kombiniert werden.

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Männer Outfit: Farben richtig kombinieren
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3. Von hell zu dunkel

Die passende Farbauswahl zu treffen ist jedoch nicht alles, um schlußendlich Farben richtig kombinieren zu können. Denn auch innerhalb eines Outfits wird eine gute Farbauswahl oft falsch kombiniert. Um also sicher zu stellen, dass euere Look funktioniert, lohnt es sich folgende Faustregel zu verinnerlichen:

Oberteile von hell nach dunkel kombinieren. Bedeutet: Oben herum sollte die erste Schicht (T-Shirt, Hemd) die hellste sein. Im Zwiebelschalen-Prinzip arbeitet ihr euch im Anschluß nach außen und werdet farblich immer dunkler. Einzige Ausnahme: Monotone Looks. Die können in den meisten Fällen unabhängig vom Helligkeitsgrad wild durcheinander kombiniert werden. Die Farbauswahl der Hosen fällt bei nicht monotonen Looks hingegen etwas einfacher aus. Prinzipiell sollte die äußerste Schicht der Oberteile (Jacke, Mantel, Blazer) als Orientierung dienen und die Hose an diesen Farbton angepasst werden. Bei lässigen Looks spielt der Helligkeitston keine Rolle. Bei eleganteren Looks mit Tailoring (zum Beispiel Anzüge) hingegen schon. In diesem Fall sollte ihr darauf achten, dass die Hose entweder im gleichen oder in einem helleren Ton gehalten wird. Der Vergleichspunkt wäre auch hier wieder die äußerste Schicht der Oberteile.

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TOP
Männer Outfit: Farben richtig kombinieren
FLOP
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FLOP
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4. Schuhfarbe

Dass Schuhe farblich zum Outfit passen sollten, versteht sich von selbst. Dennoch kann man auch hier gewaltig ins Klo greifen! Die gute Nachricht: Oft liegt das gar nicht am Schuh selbst. Denn falsch kombiniert, werden selbst klassisch beige-farbene Chelsea Boots oder weißer Sneaker zur Mode-Falle. Wie sich das verhindern lässt? Mit Kontrast! Und das nicht nur farblich, sondern auch optisch. Um Farben richtig kombinieren zu können, gilt daher folgendes:

Schuhe nicht in der Hosenfarbe tragen (einzige Ausnahme: schwarz-schwarz). In diesem Fall geht der Schuh einfach nur unter und verändert zwangsläufig die Proportionen des Körpers im negativem Sinn. Außerdem solltet ihr Farbwiederholungen durch die Schuhe bei einfachen Looks vermeiden. Sollte euer Outfit also aus lediglich 2 Farben bestehen, muss der Schuh zwangsläufig die dritte Farbe des gesamten Outfits stellen. Heißt: Schuhe schlicht und einfach in der Farbe des Oberteils zu tragen, ist manchmal zu wenig! Besteht keine Möglichkeit die Schuhe zu wechseln, lässt sich immer noch an der Oberbekleidung etwas ändern. Ein Hemd oder Mantel über dem Shirt oder Pullover wäre eine gelungene Alternative.

Beispiel

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FLOP
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5. weiß und schwarz

Wie schon erwähnt, handelt es sich sowohl bei weiß, als auch bei schwarz um sogenannte Nichtfarben. In der Mode sind sie häufig vertreten und werden daher fälschlicherweise oft als einfache Kombinationsmöglichkeit gesehen. Doch auch hier gibt es ein paar Tipps, um das bestmögliche aus eurem Look herauszuholen. First of all: Weiße Shirts und Oberteile gehen immer. Sie passen zu jeder Hose und bieten die einfachste und bestmögliche Grundlage für farbliches Layering. Schwarze Oberteile sollten hingegen nicht mit extrem hellen Hosen kombiniert werden. Hier ist der Bruch einfach zu hart. Der Griff zur schwarzen Hose ist jedoch immer erlaubt.

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Jean-Claude Mpassy
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