Signature Style: 7 Tipps um den eigenen Stil zu finden

Signature Style: 7 Tipps um den eigenen Stil zu finden

Der Weg zum eigenen Signature Style.

Einen Signature Style zu entwickeln ist für viele Männer das modische Non­plus­ul­tra. Vor allem Individualität und Authentizität spielen hierbei eine entscheidenen Rolle, die in Zeiten schnell wechselnder und leicht konsumierbarer Modetrends oft missverstanden werden kann. Denn fest steht: Wer sich wie jeder beliebige Aspirant auf @menwithstreetstyle kleidet, ist mainstream und somit fernab von persönlichen Stilnoten und Signature Styles. Um dieses austauschbare Dilemma zu vermeiden, erfahrt ihr in diesem Artikel wie ihr unabhängig von Trends einen auf euch abgestimmten Stil findet.

Wozu brauche ich einen Signature Style?

  • Die pragmatische Antwort lautet hier: Es part Zeit! Und das nicht nur beim morgendlichen Ankleide-Ritual, sondern auch beim Shoppen. Wer seinen Signature Style hat, weiß was er braucht und lässt sich nicht von etwaigen Modetrends ablenken.
  • Der zweite, etwas tiefgründigere Vorteil: Wer seinen Stil gefunden hat, sendet mit seinem Kleidung Signale und kann somit die Wahrnehmung seines Umfelds beeinflussen. Ob man dabei der kreative, unkonventionelle oder konservative sein möchte, obliegt jedem Mann selbst.
7 Tipps um den eigenen Stil zu finden
1. Körperform und Firgurtyp

Die eigene Silhouette zu kennen, ist Grundvoraussetzung für jeden guten Stil. Daher gilt es schlicht und einfach zu wissen, welche Teile einem stehen und welche nicht. So sollten beispielsweise kleine Männer lange Mäntel meiden und muskulöse Männer auf Slim-Fit Shirts verzichten. Sämtliche „Regeln“ für jeden Figurtyp findet ihr hier.

So findest du den passenden Stil für dein Figurtyp
2. Die richtige Farbauswahl treffen

Bei der Farbauswahl für euren Signature Look solltet ihr euch auf zeitlose Farben fokussieren. Die passen jedem und lassen sich in folgende Kategorien unterteilen: kühl, frisch, sonnig, warm, erdig. Die stehen unabhängig von Hautfarbe und Teint jedem. Tipps, wie ihr diese Farben miteinander kombiniert, findet ihr hier.

Männer Outfit: Farben richtig kombinieren
3. In Basics Investieren

Basics bilden stets das Grundgerüst – auch beim Signature Style. Dazu zählen vor allem T-Shirts, Hemden und Hosen. Wer also ein Piece findet, das er am liebsten jeden Tag rocken würde, sollte es am besten gleich in mehreren Farben kaufen. Auf Qualität sollte hier auf Grund der hohen Tragehäufigkeit auch wert gelegt werden. Für alle Fans des angesagten, skandinavisch-angehauchten Minimalismus-Trends gilt: Keep it low! Entscheidet euch für eine Sparte aus dem oberen Farbkreis und stellt eure Wardrobe mit den Farben dieses einen Kegels zusammen. So könnt ihr mir nichts, dir nichts sämtliche Teile ohne Nachzudenken miteinander kombinieren.

Signature Style: 7 Tipps um den eigenen Stil zu finden
4. Trends mit Abstand genießen

Der Signature-Stil ist unter Vorbehalt minimaler Abweichungen ein lebenslanger Begleiter, der fernab von Trends die wahre Personality ausdrückt. Daher lohnt es sich nicht wirklich in  Mode-Opfer (Fashion Victim) Manier jedem Trend hinterher zu rennen, denn diese sind oftmals nur temporär angesagt (Beispiel: Neon-Farben). Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Trend tabu ist. Passt er nachhaltig zum gewählten Signature Style, kann er probiert und integriert werden (Beispiel: Pouches/Men’s Bags).

5. Signature Pieces

Signature Pieces sind, wie der Name schon verrät, der wichtigste Bestandteil eines Signature Looks. Hierbei handelt es sich schlicht und einfach um ein paar sorgfältig ausgewählte Lieblingskleidungsstücke, die so oft wie möglich getragen werden sollten. Klingt langweilig? Nicht wirklich. Denn alleine mit einer Lieblingshose, -Jacke oder einem Paar Lieblingsschuhe lassen sich unzählige Looks kreieren. Dass es dabei nicht immer ausgefallen sein muss, zeigt uns die zeitlose Stillegenden James Dean. Sein Markenzeichen: weißes T-Shirt + Zigarette. Modernere Varianten finden wir öffentlichkeitswirksam vor allem in der Musikbranche. Dort schwört G-Eazy beispielsweise seit Karriere-Beginn auf schwarze Saint Laurent Lederjacken. Unvergessen bleibt natürlich auch Pharrell Williams mit seinen Signature Vivienne Westwood Hüten und Human Made Kappen. Innerhalb der deutschen Musikbranche hat unter anderem Trettmann mit seiner Kappen-Sonnenbrillen-Kombi ein einfaches, jedoch einprägsamen modisches Trademark kreiert.

Alternativ zu einzelnen Signature Pieces gibt es auch die Möglichkeit sich voll und ganz einem bestimmten Produkt zu widmen. Diese Herangehensweise funktioniert vor allem super mit etwas lauteren und ausgefalleneren Teilen (geprinteten Hemden, bunte Socken usw.). Wer diese Schiene fährt, sollte jedoch sicher stellen, dass er genügend Farben und Styles dieses Produkts im Kleiderschrank hat, um eine Reaktion à la „Der trägt jedes Mal das gleiche!“ zu vermeiden. Denn wiederholte oder tägliche Tragen eines Pieces funktioniert am besten mit leisen und ruhigen Basics (siehe oben).

6. Accessoires als wiederkehrendes Element

Accessoires sind das stylische I-Tüpfelchen in der Mode und sind ein weiterer Schritt Richtung Signature Style und persönlicher Note. Ob es sich hierbei um eine edle Uhr, ein Tuch, eine (Sonnen) Brille, ein Hut oder eine Tasche handelt, spielt keine Rolle. Wichtig ist lediglich, dass sie uneingeschränkt zu jedem Outfit innerhalb des Signature Looks passen und regelmäßig verwendet werden.

Signature Style: 7 Tipps um den eigenen Stil zu finden
7. Geduld

Ein Signature Style findet sich nicht von heute auf morgen. Geduld ist hierbei genauso wichtig wie ein gewisses Maß an Experimentierfreude. Letzteres findet meist in den Zwanzigern statt und bringt im besten Falle die Erkenntnis was einem steht und was nicht. Spätestens mit Mitte 30 sollte dann jedoch der eigene Stil manifestiert werden. Die größte Challenge hierbei: Eine Basic Wardrobe auf die Beine zu stellen. Das kann mitunter ein jahrelanger Prozess sein, der neben Trial & Error auch ein gewisses Investitions-Level voraussetzt.

Jean-Claude Mpassy
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